Cupra hat den neuen Raval als das bislang kleinste und preisgünstigste Elektroauto des Herstellers vorgestellt – und dieses Modell könnte sich für die Automobilbranche als äußerst bedeutsam erweisen.
Als Vorreiter der neuen Modellreihe kleiner Elektroautos der Volkswagen-Gruppe tritt der Raval gegen den Renault 5 und eine Welle chinesischer Newcomer an.
Wenn der Raval im Sommer in den Verkauf geht, wird er weniger als 23.000 £ (26.331 € / 30.479 $) kosten – ein Preis, der zum Teil dank seiner neuen Plattform möglich ist.
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Der neue Cupra Raval ist das bislang kleinste Elektroauto des Herstellers und basiert auf der neuen MEB-Plus-Plattform des Volkswagen-Konzerns. Er teilt sich die Plattform mit den neuen Modellen Volkswagen ID Polo, ID Cross und Skoda Epiq, wurde jedoch zur Kostensenkung überarbeitet.
Der Raval ist 4,05 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,52 Meter hoch und damit etwas größer als der Renault 5. Er liegt zudem 15 mm tiefer und ist 10 mm breiter als sein französischer Konkurrent. Cupra positioniert das Auto als das sportlichste der vier neuen Elektro-Einstiegsmodelle, die in Kürze aus dem gesamten Volkswagen-Konzern kommen sollen.
Cupra wird den Raval in vier Ausstattungsvarianten anbieten, bestehend aus vier Antriebssträngen und zwei Akkupaketen. Diese technischen Konfigurationen geben auch einen Hinweis darauf, was von den Geschwistermodellen von Volkswagen und Skoda zu erwarten ist, die in den kommenden Monaten vorgestellt werden sollen.
Die Einstiegsmodelle der Core-Reihe verfügen über einen 114 PS starken, vorne montierten Elektromotor, gekoppelt mit einem 37-kWh-Akku. Bei dieser Version soll die Reichweite bei rund 299 km (186 Meilen) liegen.
Die teureren Ausstattungsvarianten V1 und V2 bieten 133 PS, mit der Option, die Leistung auf 208 PS zu erhöhen. Sie können auch mit einer größeren 52-kWh-Batterie gewählt werden, die eine Reichweite von 450 km (280 Meilen) ermöglicht.
Das Topmodell Cupra Raval VZ (was auf Spanisch für „Veloz“ steht, also „schnell“) soll dem Alpine A290 Konkurrenz machen. Es verfügt über eine 52-kWh-Batterie mit einem leistungsgesteigerten Elektromotor, der 222 PS leistet. Cupra gibt eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,0 Sekunden an, allerdings sinkt die Reichweite auf rund 402 km (250 Meilen).
Der Raval VZ erhält auch einige Änderungen unter der Karosserie, darunter eine überarbeitete Vorderradaufhängung, eine dynamische Fahrwerkssteuerung und aktive Dämpfer. Selbst die Einstiegsmodelle verfügen über Schnellladefunktion. Sie erreichen bis zu 90 kW, mit einer Ladezeit von 27 Minuten für 10–80 %. Fahrzeuge mit der 52-kWh-Batterie können mit bis zu 130 kW geladen werden.
Alle Versionen des Raval verfügen über denselben, praktisch dimensionierten Kofferraum. Mit 430 Litern ist er sogar geräumiger als der des Cupra Born, dem führenden Modell der Marke aus der Klasse darüber. Dies ist zum Teil einem riesigen Stauraum unter dem Boden zu verdanken, ähnlich der Gigabox im Ford Puma Gen-E.
Im Innenraum verfügt der Raval über ein 12,9-Zoll-Infotainmentsystem, gepaart mit dem bislang größten digitalen Instrumentendisplay in einem Cupra-Fahrzeug. Mit einer Größe von 10,25 Zoll unterstreicht es Cupras Ziel, dem Fahrerlebnis im Fahrzeug besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Cupra erklärte, man habe dem Fahrerlebnis besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
So sind beispielsweise Projektoren im Armaturenbrett verbaut, die verschiedene Animationen auf die Türverkleidungen der Vordertüren projizieren – Fahrer können aus verschiedenen Optionen wählen, oder die Grafiken können an den gewählten Fahrmodus angepasst werden. Die vielgeschmähten Touchpad-Schieberegler für die Klimasteuerung wurden jedoch beibehalten.
Das Außendesign des Raval ähnelt auffallend dem Urbanrebel-Konzept, das 2022 vorgestellt wurde. Es zeichnet sich durch eine markante „Haifischnase“ an der Front und eine abfallende Dachlinie aus, während weitere wesentliche Änderungen am Showcar neue Lüftungsschlitze im Kühlergrill umfassen, die hinterleuchtet sind, um den Schnabel des Raval hervorzuheben.
Der sportlichere VZ zeichnet sich durch die für Cupra typischen „Cup“-Schalensitze aus, die mit einem neuen „3D-Knit“ bezogen sind: einem komplexen Gewebe, das dem von Laufschuhen ähnelt. Dieser wird später auch in den Top-Modellen der Tribe Editions anderer Modelle zum Einsatz kommen.
Der Raval ist Cupras bislang kleinstes und erschwinglichstes Auto und gilt als Schlüssel für die Expansionspläne der Marke. Insider hoffen, dass er bis 2028 zum meistverkauften Modell wird und damit den Formentor übertrifft, von dem im vergangenen Jahr weltweit 104.400 Exemplare verkauft wurden.
