Der Mercedes-Benz EQS zählt seit langem zu den luxuriösesten Elektroautos der Welt.
Das 2021 auf den Markt gebrachte Fahrzeug ist das elektrische Pendant zur äußerst beliebten und luxuriösen S-Klasse. Seitdem hat es sich als eines der Elektroautos mit der größten Reichweite auf dem heutigen Markt etabliert.
Stuttgarts elektrische Flaggschiff-Limousine wurde für 2026 umfassend überarbeitet und erhielt mehrere bedeutende Neuerungen, darunter Designänderungen, technische Verbesserungen und eine noch größere Reichweite.
Es hat sich einiges geändert, da Mercedes nun neuere, technologisch fortschrittlichere Konkurrenten herausfordern will, darunter den Lucid Air, den BMW i7 und den kommenden Jaguar Type 00.
Was genau hat sich also geändert? Lesen Sie weiter, um alles zu erfahren, was Sie wissen müssen…
Der neue Mercedes EQS basiert zwar auf derselben EVA2-Plattform, erhält jedoch mehrere technologische Updates, um seine Position gegenüber neuen Konkurrenten zu stärken.
Die wichtigste Neuerung ist die Einführung einer neuen Batteriechemie, die den Energiegehalt angeblich um 3 % steigert. Das bedeutet, dass die Gesamtkapazität von 118 kWh auf 122 kWh steigt, ohne dass sich dies auf die Größe oder das Gewicht der Batterie auswirkt.
Die Ergebnisse sind beachtlich: Dank dieser Änderungen kann der heckgetriebene EQS 450+ nun offiziell eine enorme Reichweite von 925 km (575 Meilen) zwischen den Ladevorgängen zurücklegen – das ist nur geringfügig weniger als beim Lucid Air Grand Touring, dem derzeitigen Elektroauto mit der größten Reichweite in Europa. Gleichzeitig wurde auch die Reichweite des EQS mit zwei Motoren auf 544 Meilen erhöht.
Zu den weiteren Änderungen gehört die Umstellung auf eine 800-Volt-Architektur, die die maximale Ladegeschwindigkeit des EQS drastisch von 200 kW auf 350 kW verbessert. Der EQS kann jedoch weiterhin ein leistungsschwächeres 400-V-Ladegerät nutzen, wobei er die Batterie „virtuell“ in zwei Teile aufteilen und jede Hälfte mit 175 kW aufladen kann.
Darüber hinaus erhält der neue EQS neue Motoren, die von Mercedes als „Generationssprung“ im Vergleich zu ihren Vorgängern beschrieben werden. Sie sind effizienter und robuster, und die Bremsenergie-Rückgewinnung wurde auf 385 kW verbessert.
Im Innenraum erhält der EQS ein neues optionales Steer-by-Wire-System, das das mechanische Lenkrad durch eine Jochvorrichtung ersetzt und den Lenkeinschlagbereich auf nur 270 Grad reduziert. Dies verbessert nicht nur das Lenkgefühl, sondern reduziert auch den Teile- und Platzbedarf, da die Lenkverbindung virtuell ist.
Der EQS war zwar schon immer ein sehr luxuriöses Auto, erhält nun aber auch eine verbesserte Version des Airmatic-Luftfederungssystems, das im neuen elektrischen GLC und in der S-Klasse verbaut ist. Es nutzt Daten aus der Cloud, um die Dämpfer auf Schlaglöcher und Bremsschwellen vorzubereiten.
Auch die Sicherheitsgurte werden nun beheizt und erwärmen sich bei kaltem Wetter auf 44 Grad, um „schnellen Komfort sowie das für die Marke typische ‚Welcome Home‘-Gefühl zu gewährleisten“.
Zudem gibt es eine neue automatische Rückwärtsfahrfunktion für den Einsatz in engen Umgebungen, in denen ein Wenden nicht möglich ist; die Scheinwerfer leuchten ein um 40 % breiteres Feld aus und verbrauchen dabei 50 % weniger Energie, und die Frontpartie wurde neu gestaltet, um die Aerodynamik zu optimieren.
Die Auslieferung an die Kunden soll in der zweiten Jahreshälfte beginnen, und die Preise werden voraussichtlich etwas über dem aktuellen Einstiegspreis von 100.000 £ (116.000 € / 125.000 $) liegen.
