Der Renault Megane hat im Laufe der Jahre mehrere Überarbeitungen erfahren.
Seit seiner Markteinführung als eher altbackener Familien-Fließheckwagen hat er sich zu einem hochmodernen Elektroauto mit viel Technologie und lobenswerter Effizienz entwickelt.
Aber nichts bleibt, wie es ist, und deshalb wird sich der Megane in seiner nächsten Generation erneut verändern – zum futuristischsten Renault, den man kaufen kann.
Der Grund dafür ist, dass der kommende Megane das erste Modell einer Reihe neuer Renault-Fahrzeuge sein wird, die auf einer neuen Plattform mit einer 800-V-Architektur für schnellstes Laden basieren.
Renault gibt an, dass das Laden – wahrscheinlich von 20 bis 80 % – bis 2030 nur noch 10 Minuten dauern könnte. Vorausgesetzt natürlich, dass man eine ausreichend leistungsstarke Ladestation findet.
Im Vergleich zu den heutigen Elektroautos enthält die neue Plattform 20 % weniger Teile und verfügt über fortschrittliche, klingenförmige Batteriezellen, die eine Reichweite von bis zu 749 km (466 Meilen) im reinen Elektrobetrieb ermöglichen.
Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem aktuellen Megane, der mit seiner 60-kWh-Batterie (nutzbare Kapazität) offiziell bis zu 460 km (286 Meilen) schafft. Es ist auch mehr als die direkten Konkurrenten des Megane, der Cupra Born und der MG4 EV.
In puncto Leistung wird der neue Megane mit einem 271 PS starken Elektromotor ausgestattet sein, der gegenüber dem 215 PS starken Motor des aktuellen Modells eine Leistungssteigerung bringen dürfte. Dieser Motor ist bereits recht spritzig und schafft in unseren Tests den Sprint von 0 auf 100 km/h (0-62 mph) in 6,9 Sekunden.
Im Innenraum wird der neue Megane mit einer gemeinsam mit Google entwickelten Software ausgestattet sein. Dies könnte eine noch tiefere Google-Integration ermöglichen als bei den Modellen Renault 4 und Renault 5, die bereits über den Sprachassistenten von Google und die Navigation von Google Maps verfügen.
Interessanterweise gibt Renault an, dass seine Fahrzeuge der nächsten Generation auch über eine umfassende Integration künstlicher Intelligenz (KI) verfügen werden, was darauf hindeutet, dass KI-Systeme in Zukunft zur Steuerung von Sicherheits- und Fahrerassistenzfunktionen eingesetzt werden.
All diese neuen Technologien klingen zwar teuer, aber Renault gibt an, dass durch den Einsatz dieser neuen Grundlagen die Kosten im Vergleich zu den heutigen Elektroautos um etwa 40 % gesenkt werden können. Für Käufer bedeutet dies, dass der Megane der nächsten Generation im Vergleich zu seinen Konkurrenten preislich wettbewerbsfähig bleiben wird.
Interessanterweise wird Renault den neuen Megane nicht nur als Elektroauto verkaufen, sondern auch als Range-Extender, bei dem ein kleiner Benzinmotor zum Aufladen der Batterie während der Fahrt verwendet wird. In dieser Form soll der Megane eine Gesamtreichweite von 1400 km (870 Meilen) haben.
Die Entscheidung von Renault, sowohl eine vollelektrische als auch eine Range-Extender-Version des neuen Megane anzubieten, spiegelt wider, dass die weltweiten Verkaufszahlen von Elektroautos bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.
Zwar zeigen die neuesten offiziellen Zahlen, dass der britische Neuwagenmarkt im Februar im Vergleich zum gleichen Monat im Jahr 2025 gewachsen ist, doch hatten Benzin- und Dieselautos mit 51 % den Löwenanteil der Verkäufe inne, während Elektroautos 24,2 % des Gesamtvolumens ausmachten.
Gemäß der britischen ZEV-Vorgabe müssen Elektroautos bis Ende dieses Jahres ein Drittel des gesamten Automarktes ausmachen.
Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass solche Autos bis Ende 2026 einen Marktanteil von 28,5 % erreichen könnten – immer noch deutlich hinter dem Ziel zurück.
Da der aktuelle Megane erst seit 2022 auf dem Markt ist, ist es unwahrscheinlich, dass diese neue Version vor 2028 auf den Markt kommen wird.
