Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen auf Straßen und Radwegen ist hier bei Move Electric allgemein bekannt, doch der Übergang zur Elektromobilität gewinnt auch in spezialisierteren Bereichen des Verkehrs an Fahrt.
Vorreiter in diesem Bereich, der von rauen Bedingungen und kalten Temperaturen geprägt ist, ist das innovative kanadische Unternehmen Taiga Motors, das sich zum Ziel gesetzt hat, elektrische Schneemobile zu einer praktikableren Alternative zu benzinbetriebenen Modellen zu machen.
Das Unternehmen hat gerade die nächste Generation seiner Elektro-Schneemobil-Reihe vorgestellt und drei neue Modelle präsentiert, deren Markteinführung für 2027 geplant ist.
Das neue Nomad-Schneemobil ist in drei Ausführungen erhältlich: Nomad Pro, Nomad Performance und Nomad Scout.
Taiga gibt an, dass das neue Schneemobil auf eine längere Lebensdauer ausgelegt ist und gleichzeitig im Vergleich zu einem Modell mit Verbrennungsmotor innerhalb von weniger als drei Jahren geringere Gesamtbetriebskosten bietet.
Der Umstieg auf Elektroantrieb im Schneemobilsektor ist tatsächlich ein überraschend wichtiger Schritt. Benzinbetriebene Schneemobile verursachen jährlich etwa 200-mal so viele Emissionen wie ein modernes benzinbetriebenes Auto und 40-mal so viel Kohlenmonoxid.
Laut Taiga konzentrieren sich diese Emissionen auf einen einzigen viermonatigen Betriebszeitraum. In Bezug auf die Luftqualität entspricht der Austausch von 50 benzinbetriebenen Schneemobilen gegen Elektromodelle der Entfernung von 2000 Autos pro Saison.
Das Nomad Pro richtet sich an Skipatrouillen, Reiseveranstalter und andere gewerbliche Anwendungen. Es verfügt über einen 60-kW-Antriebsstrang mit regenerativem Bremssystem, Geofencing-Technologie und einem Geschwindigkeitsbegrenzer.
Angetrieben von einem 120-kW-Antriebsstrang gilt das Nomad Performance als das leistungsstärkste Nutz-Schneemobil, das je gebaut wurde.
Es bietet nicht nur eine um 30 % höhere Leistung als das Pro-Modell, sondern kann auch bis zu 1000 lbs (454 kg) transportieren und verfügt über eine Hochleistungsfederung. Schnellladen ist möglich, wodurch eine Ladung von 10 auf 80 % in etwa 20 Minuten erreicht wird.
Der Nomad Scout ist das bisher leichteste Nomad-Modell. Es steht an der Spitze der Modellreihe und nutzt denselben 120-kW-Antriebsstrang wie das Performance-Modell.
Es verfügt zudem über eine schmalere Spurweite und eine 2 Zoll tiefere Stollenkette, um seine Geländegängigkeit zu verbessern. Eine optionale Hinterradaufhängung mit Elka Stage 3-Stoßdämpfern verbessert die Leistung im Tiefschnee.
Die neue Nomad-Reihe bietet zudem eine Reihe von Neuheiten für den Schneemobilmarkt, darunter Bordstromversorgung, Geofencing und Live-Flottenmanagement.
Das Bordsystem von Taiga liefert bis zu 3 kW bei 120 V oder 22 V. Nach Angaben des Unternehmens reicht dies aus, um eine abgelegene Hütte mit Strom zu versorgen, einen Rettungseinsatz zu unterstützen oder sogar eine Baustelle in den Bergen zu betreiben.
Dank der Geofencing-Technologie können Flottenmanager und Eigentümer festlegen, in welchen Bereichen eines Berges das Schneemobil eingesetzt werden darf. Angeblich senkt die Umstellung auf Elektroantrieb auch die Wartungskosten, unter anderem durch regenerative Bremsen, die den Bremsverschleiß reduzieren.
Die Nomad-Schneemobile können vorbestellt werden. Die Preise beginnen bei 19.499 $ (ca. 15.900 £ / 18.400 €) für das Pro-Modell und steigen bis auf 22.249 $ (ca. 18.100 £ / 20.900 €) für das Spitzenmodell Scout.
